Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Dienstag, 19. Dezember 2017

Aktuell: Junge Konvertiten aus dem Islam organisieren Rorate-Messe in Izmir

Eine schöne Nachricht aus der Türkei bei Rorate Caeli: Eine Gruppe junger türkischer Katholiken, die alle aus dem Islam konvertiert sind, haben es nach dreijährigem Gebet und wiederholten Anfragen erreicht, dass wenigstens freitags in der Erzdiözese Izmir eine Messe nach dem Missale von 1962 zelebriert wird. Am letzten Freitag konnten sie ihre erste Rorate-Messe feiern.

Hier der ganze Artikel.

Zufälligerweise bin ich gestern mit einem der Konvertiten in Kontakt getreten, ohne zu ahnen, dass seine Gruppe heute auf einem der größten katholischen Blogs erwähnt werden würde.

Beten wir beharrlich für die Bekehrung der Moslems – Gott will es!

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ein Stoßgebet vom hl. Arnold Janssen



Hier ein schönes Stoßgebet, das der hl. Arnold Janssen bereits 1877 in Steyl einführte und das dort lange Zeit gebetet wurde (oder vielleicht noch gebetet wird):

„Es leuchte das süße Licht des Göttlichen Wortes* in die Finsternis der Sünde und in die Nacht des Heidentums!“

*Gemeint ist hier die zweite Person der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gott der Sohn.



(Aus: Tempel Gottes seid ihr! Die Frömmigkeit im Geiste P. Arnolds Janssens. P. Hermann Fischer SVD, Steyl, 1932)

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Der Missionseifer des heiligen Alfons Rodriguez



Die folgenden Worte richtete der heilige Alfons Rodriguez an den heiligen Petrus Claver, seinen Mitbruder im Jesuitenorden:

„Lieber Bruder, ich kann es dir mit Worten nicht ausdrücken, welchen Schmerz meine Seele empfindet, wenn ich bedenke, dass der größte Teil der Erde noch immer den wahren Gott nicht kennt, weil es an Dienern fehlt, seinen Namen zu verkünden. Wie viele Tränen kostet mich der Anblick so vieler Völker, die in Finsternis wandeln, weil niemand ihnen die Leuchte bringt, die ihnen den Weg zeigen würde; so vieler Seelen, die verlorengehen, nicht aus Trotz, sondern weil sich niemand die Mühe gibt, sie zu retten!

(…) Man geizt nach den Reichtümern und Schätzen Amerikas und kümmert sich nicht um seine Bewohner. Soll die Liebe den Weg über die Meere nicht finden, den die Habsucht schon seit langer Zeit erschlossen hat? Ganze Flotten, belastet mit den Schätzen [West]Indiens, laufen Jahr für Jahr in Spaniens Häfen ein, und an die Menge der Seelen, die man dort gewinnen und in den Hafen der ewigen Seligkeit einführen könnte, denkt man nicht! Sollte wirklich die irdische Liebe mit mehr Feuer und Eifer nach vergänglichen Schätzen streben als die Liebe zu Jesus Christus nach der Rettung unsterblicher Seelen? Wenn die Wilden auch noch so tief gefallen, sind, so sind sie dennoch Diamanten, ungeschliffene freilich, deren Schönheit aber die Mühe des Schleifens reichlich lohnt.“


(Aus: Mehr Priester für das Heil der Welt! P. Hermann Fischer SVD/P. Tellkamp SVD, 1948, zitiert aus die katholischen Missionen, 1888)

Sonntag, 5. November 2017

Pius XII.: Christliche Gesinnung und missionarische Gesinnung sind eins



„Christliche Gesinnung und und missionarische Gesinnung sind eins! Die Katholizität [Allgemeinheit] ist ein Wesensmerkmal der Kirche. Daher hat niemand wahre Liebe zur Kirche, der nicht auch das Bestreben hat, an ihrer Ausbreitung mitzuhelfen.“



– Papst Pius XII. in seiner Missionsbotschaft vom 24. November 1946

Sonntag, 29. Oktober 2017

Zum Fest Christkönig: Die ganze Erde muss Gott dienen

Christkönigsstatue in Kerala, Indien (Quelle)

Die ganze Erde muss Gott dienen! Aber drei Fünftel der Menschheit schmachtet noch in den Ketten des Unglaubens und Aberglaubens. Die ganze Erde soll daher zu einem großen Gottesdome ausgebaut werden. An allen Orten soll dem Herrn ein reines Speiseopfer dargebracht werden, und vom Aufgang bis zum Niedergang der Sonne soll der Name des Herrn gepriesen werden (Mal. 1,11).

Die Erde ist Gottes Eigentum. Sie ist von der Hand Gottes geformt. „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Mit diesem ersten Wort der Heiligen Schrift ist das göttliche Eigentumsrecht ausgesprochen. Das Heidenland, das den einen wahren Schöpfer nicht kennt, ist Gott entfremdetes Land, ist Gott entrissenes Land, ist Gott gestohlenes Land.

Die Erde ist Gottes Eigentum. Sie wird von Gottes Hand getragen. Sie lebt von Gottes Segen und Gottes Gnaden. Gottes Lob und Ehre muss sie daher auch verkünden. „Gott allein die Ehre und der Ruhm“ (Tim 1, 17). Das Heidenland, das fremden Göttern dient, ist der schrille Misston im Loblied der Schöpfung, der große Missbrauch mit Gottes Gabe, der schwarze Undank an Gottes Tafel.


(Aus: P. Robert Streit O.M.I.: Die Weltmission der katholischen Kirche. Zahlen und Zeichen auf Grund der Vatikan. Missionsausstellung 1925, Verlag der Oblaten, Hünfeld, 1928)

Samstag, 21. Oktober 2017

Zum Sonntag der Weltmission: das Missionsgebet

Morgen ist der Sonntag der Weltmission, der 1926 vom großen Missionspapst Pius XI. eingeführt wurde. Nachfolgend einige Worte von Pater Robert Streit zur einfachsten Art, wie wir unserer Missionspflicht nachkommen können:

„Das Missionsgebet ist die Missionspflicht in der leichtesten, allgemeinen und alltäglichen Form. Im Missionsgebet sprechen wir die Bitten und Wünsche aus, die uns der Heiland im Vaterunser gelehrt hat. Das Missionsgebet ist katholische Sprache, katholisches Wünschen und Wollen.

Unser Missionsgebet ist unser Freundeswunsch für den Heiland, unsere Moseshilfe für die Kirche und ihr kämpfendes Missionsheer, unser Simeonsgesang für die Heidenwelt.

Das Missionsgebet des katholischen Volkes ist seine große Bittprozession durch die Missionsfelder zum Gedeihen der Saat, sein geistiger Flurgang über die Missionsländer mit zu Gott erhobenen Herzen und Händen um gesegnete Ernte.

Das Missionsgebet ist ein Gebet erfüllt von Erlöser- und Rettersinn, ein Gebet von hoher Warte, ein Gebet mit weltweitem Blick und Herzen, ein Gebet im Geiste der Kirche, ein Gebet von katholischer Eigenart.

Das Missionsgebet ist das wachsende und sorgende Herz des katholischen Volkes. Das Missionsgebet ist der Missionsberuf aller Katholiken.“


Eine Art des Missionsgebets, die früher gepflegt wurde, ist die monatliche Missionskommunion, sprich das Aufopfern der heiligen Kommunion für die Anliegen der Weltmission an einem bestimmten Tag des Monats, an dem man das Altarssakrament empfängt. Der morgige Tag ist dafür sicher ein geeigneter Anlass. 

Sonntag, 25. Juni 2017

Der Missionseifer des Christopher Kolumbus



Der Entdecker Amerikas ist besonders im letzten Jahrhundert zu einer sehr umstrittenen Figur geworden. Nicht nur wird über seine Herkunft gerätselt – er wäre Kryptojude gewesen und habe eine Art Israel für alle aus Spanien verstoßenen Juden gründen wollen –, es wird auch das Bild des grausamen und skrupellosen Abenteurers vermittelt.
Um ein anderes Bild von Kolumbus zu zeichnen, möchte ich hier einige Zitate wiedergeben aus dem Schreiben, das Papst Leo XIII. anlässlich der Vierhundertjahrfeier 1892 an die Erzbischöfe und Bischöfe Spaniens, Italiens und Nord- und Südamerikas richtete.
Der Papst schreibt:

„In Kolumbus hatte sich das Interesse an der Natur mit dem Eifer für die Religion vereinigt, und er hatte seinen Geist nach den dem katholischen Glauben entnommenen Lehren gebildet. Als er daher durch seine astronomischen Studien und die Schriften der Alten die Erkenntnis gewonnen hatte, dass jenseits der Grenzen des bekannten Erdkreises weite Ländergebiete im Westen sich ausdehnten, die bis dahin noch kein Mensch erforscht, da zog an seinem Geiste die ungeheure Menge Unglücklicher vorüber, welche, von bejammernswerter Finsternis umgeben, sinnlosen Gebräuchen und dem Glauben an eingebildete Götzen ergeben wären; wie viel trauriger aber noch, der Kenntnis der höchsten Dinge zu entbehren und in Unkenntnis des Einen wahren Gottes zu sein. Indem er dies erwog, fasste er den Plan, vor allem das Christentum und die Wohltaten der christlichen Liebe im Westen auszubreiten.“

Dies belegt Leo XIII. mit folgenden Zitaten:

Kolumbus schrieb an die Katholischen Könige Ferdinand und Isabella, dass „ihnen eigener Ruhm, die Unsterblichkeit gesichert sei, wenn sie Christi Namen und Lehre in so fernen Gegenden zu Ehren brächten.“

Er sagten dem Königspaar auch, dass es nur katholische Christen in die Neue Welt lassen sollte*, um Handelsbeziehungen mit den Einheimischen aufzunehmen, da „bei seinem Unternehmen die Ausbreitung und Ehre der christlichen Religion sein einziges Ziel war.“

Gegenüber Raphael Sanchez äußerte sich Kolumbus in einem Brief, „Jesus Christus müsse auf Erden wie im Himmel sich freuen und triumphieren, da das Heil so zahlloser Stämme, die vorher dem Untergang zueilten, so nahe sei.

An Papst Alexander VI. schrieb er schließlich:

„Ich habe das Vertrauen, dass ich den geheiligten Namen Jesu Christi und das Evangelium mit Gottes Hilfe dereinst möglichst weit werde ausbreiten können.“

So schreibt normalerweise kein skrupelloser Eroberer, der die einheimische Bevölkerung knechten möchte, denn er hätte wissen müssen, dass bald viele Ordensleute in die neuen Gebiete kommen würden, um den Einheimischen das Evangelium zu verkünden – und diese auch zur Not zu verteidigen, wie es ja später in Lateinamerika so häufig der Fall war. Nicht zuletzt hatte sich nach der Entdeckung und Bekehrung der Kanarischen Inseln ein knappes Jahrhundert zuvor Papst Eugen IV. gegen die Versklavung der Einheimischen gewandt.

(Quelle: die katholischen Missionen, 1892)

*Das sollte eigentlich als Argument gegen die „Judenhypothese“ genügen.


Hier noch ein Artikel von The Remnant über die Beantragung der Seligsprechung Kolumbus’ durch die Konzilsväter auf dem Ersten Vatikanischen Konzil.