Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Dienstag, 2. September 2014

Große Missionsbischöfe: Msgr. Gregorius Jacobus Heliani, erster syrisch-katholischer Erzbischof von Damaskus


Geboren 1802 in Rascheia (Antilibanon) von schismatischen Eltern, wurde er im Schisma erzogen und bereits im jugendlichen Alter zum schismatischen Erzbischof von Damaskus geweiht. Indessen erkannte er, erleuchtet von der Gnade, die Wahrheit, verzichtete auf seinen erzbischöflichen Stuhl und trat im Jahr 1828 zur katholischen Kirche über. Von nun an verlegte er sich ganz darauf, seinen früheren Glaubensgenossen die Wahrheit zu predigen; eine der ersten Früchte seiner apostolischen Tätigkeit war die Bekehrung des schismatischen Bischofs Maltas von Nebek.

 Im Jahre 1837 wurde er vom Heiligen Stuhl zum syrisch-katholischen Erzbischof von Damaskus ernannt und mit neuem Eifer und neuem Erfolg setzte er seine frühere Tätigkeit fort. Hunderte von syrischen Familien in Damaskus und der Umgegend verdanken ihm das Glück, zur wahren Kirche zu gehören, und die jetzt so blühende syrisch-unierte Gemeinde von Damaskus ist sein Werk.

Im Beginn der vierziger Jahre durchreiste Msgr. Heliani Frankreich und Deutschland, um Gaben zum Bau seiner neuen Kathedrale zu sammeln; zwar wurde die schöne Kirche, die er mit den erhaltenen Almosen errichtet hatte, von den Drusen und Mohammedanern im Jahr 1860 wieder zerstört, aber eine neue erhob sich an ihrer Stelle und von dem Hochaltar derselben hat der Begründer der syrisch-unierten Kirche von Damaskus sein Grab gefunden. (Todestag 10. Juli 1876) 

(Aus: die katholischen Missionen, 1877)

Montag, 1. September 2014

Was machen klausurierte Karmelitinnen in der Mission?

Auch die heilige Theresia von Lisieux wollte 1894 ins Karmel nach Vietnam, doch ihre Krankheit verhinderte dies. Die Karmelitinnen kamen 1861 vom Karmel in Lisieux in die Mission nach Cochinchina, d. h. Südvietnam.

„Ihr fragt mich, was die Karmelitessen in unserer Mission tun?“ schrieb vor einigen Jahren ein Missionär aus Cochinchina; „warum fragt ihr mich nicht auch, was der Regen und der Tau des Himmels für unsere Wiesen und Felder tun? Die Karmelitessen beten; sie beten für die Ungläubigen, für unsere Katechumenen, für unsere Neophyten; sie beten besonders für unsere Seminaristen, damit wir sie mit der Gnade Gottes zu guten Priestern erziehen. Nun, ich glaube, wie jeder Christ, an die Fruchtbarkeit des Gebets und der Bußwerke; ich glaube, dass das Gebet und die Bußwerke etwas ihnen Ähnliches, d. h. jene übernatürliche Gnade, welche man Bekehrung und Heiligung der Seelen nennt, hervorzubringen vermögen.

 Ich weiß, dass eine würdige Tochter der hl. Theresia von dem nämlichen Feuer entflammt ist, welches das Herz ihrer Mutter verzehrte; eine Ordensfrau aber, die für die apostolischen Arbeiter betet und leidet, ist deren nützlichste Hilfsarbeiterin. Hat die hl. Theresia nicht selbst ganz allein durch ihr Gebet und ihre Bußwerke mehr als 200.000 Ungläubige bekehrt? Wenn wir gegenwärtig so viele Neophyten und Katechumenen zählen, wenn im verflossenen Jahr (1869) unsere Kataloge mehr als 5.000 Taufen Erwachsener anführten, wenn in diesem Augenblick ganze Dörfer um Unterricht bitten und die Gnade der Taufe verlangen, so zweifle ich keinen Augenblick, dass der Tau, der die sonst so unfruchtbare Erde Cochinchinas gegenwärtig befruchtet, von den Höhen des Karmel herstammt.“


(Aus: die katholischen Missionen, 1876)

Sonntag, 31. August 2014

Türken, Juden und Schismatiker beeindruckt vom Heldenmut der Barmherzigen Schwestern


Bei der während der Herbstmonate vorigen Jahres in Damaskus herrschenden Cholera haben neben den Missionären auch die Barmherzigen Schwestern wieder ihren gewohnten Mut und heroischen Opfergeist bewiesen. Wie Engel des Erbarmens durcheilten sie die Stadt bis in die letzten schmutzigen Winkel, um die unglücklichen Opfer der furchtbaren Seuche aufzusuchen. Türken, Juden und Schismatiker sahen mit ehrfurchtsvoller Bewunderung dieses Schauspiel unbegreiflicher, selbstloser Liebe, die in umso helleres Licht trat, da die meisten Ärzte aus Furcht ihren Posten verlassen hatten und die Schwestern auch hierin für sie eintraten. Soweit uns bekannt, sind die Schwestern selbst von der Seuche unberührt geblieben.


„Die Türken namentlich“, so schreibt Schwester Gelasia, die Oberin in Beirut, „wissen nicht Worte des Dankes genug zu finden. Sie haben an ihre Landsleute hierher geschrieben, und dieselben werden eine Deputation an mich schicken, um zu danken. Unsere Schwestern sind sehr mutig, wie immer. Möge der liebe Gott sie gesund erhalten, wie auch die Missionäre, die von einem Sterbebett zum anderen eilen…Auch hier in Beirut wird die Cholera erwartet. Sollte Gott diese Prüfung über uns verhängen, so werden wir versuchen, das Beispiel unserer Mitschwestern in Damaskus in der Pflege dieser Unglücklichen nachzuahmen.“

(Aus: die katholischen Missionen, 1892)

Samstag, 30. August 2014

Bischöfliche Empfehlung: Adolf Fritzen und Karl Marbach


Die von der Firma Herder in Freiburg herausgegebenen „Katholischen Missionen“ empfehle ich meinen Diözesanen auf das Wärmste. Diese Zeitschrift wird ihnen nicht nur ein wahrheitsgetreues Bild von der großartigen Missionstätigkeit der heiligen Kirche entrollen und sie zu neuen Opfern für diese herrliche Tätigkeit der Kirche begeistern, sondern ihnen auch eine Fülle der Belehrung und edler geistiger Unterhaltung bieten.

Straßburg, am Oktavtag des Festes der Unbefleckten Empfängnis Mariä, 1891.

(gez.) Adolf,

Bischof von Straßburg.



Die bei Herder in Freiburg erscheinende illustrierte Monatsschrift „Die katholischen Missionen“ bringt bei dem Leser denselben Eindruck hervor, wie einstens, zur Zeit der Kreuzzüge, die Erzählungen der aus dem Heiligen Land zurückkehrenden Pilger. 

Wie lauschte man, wenn jene die fernen asiatischen Länder beschrieben und die Abenteuer ihrer Reise schilderten! Doch schmerzlich wurden die Hörer ergriffen, wenn sie vernehmen von der Herrschaft des Unglaubens im Heiligen Land, von der Not und dem Heldenmut der dort wohnenden Christen, von den Gräueltaten, die an ihnen verübt wurden. Wer die Pilger hörte, schloss sich entweder mit kräftigem „Gott will es!“ dem Kreuzzug an oder legte sich die größten Opfer auf, um denselben durch seine Gaben zu unterstützen.

Noch interessanter sind die Berichte der „Katholischen Missionen“; sie erstrecken sich über die verschiedensten Länder der Ferne, mit einer Glaubwürdigkeit, die von niemandem bezweifelt wird, mit einer Anschaulichkeit, welche die Kenntnis der Länder und ihrer Gebiete, der Völker und ihrer Sitten auch der Jugend zugänglich macht. 

Dabei wird der Leser bald von Mitleid gerührt über das religiöse und sittliche Verderbnis der Heidenwelt, über das Elend der armen Negersklaven, über die Gefahr und Not, in welcher so oft die Missionäre und die Neubekehrten schweben; bald wird er von Bewunderung hingerissen, wenn er liest von dem Opfermut all‘ dieser Glaubenshelden, die uns an die Märtyrer der ersten Jahrhunderte erinnern. 

Wie mancher apostolische Beruf ist nicht durch das Lesen dieser Pilgerstimmen geweckt worden! Manches Herz wurde dadurch im Glauben gestärkt, manche Hand öffnete sich, um durch milde Gabe zu der Verbreitung unseres heiligen Glaubens beizutragen. Aus allen diesen Gründen empfehle ich meinerseits die „Katholischen Missionen“ aufs Wärmste und wünsche denselben ein immer schöneres Gedeihen.


Straßburg, am Fest der Unschuldigen Kindlein, 1891.


Karl, Bischof von Paphos,Weihbischof.

Freitag, 29. August 2014

Bilder: der heilige Maximilian Kolbe in Japan

Zwischen 1930 und 1935 hat Maximilian Kolbe in Japan ein ansehnliches Apostolat mit einer Kloster- und Seminargründung in Nagasaki sowie der Gründung einer japanischen Zeitung entfaltet. Nachfolgend einige Fotos aus dieser Zeit. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an Frater Marcin Góral vom Institut St. Philipp Neri in Berlin für die Bilder.



Mit einigen japanischen und europäischen Klerikern. Der japanische Bischof ist Msgr. Yanuario Hayasaka, der erste japanische Bischof und damals der Ordinarius von Nagasaki. Maximilian Kolbe steht hinter dem europäischen Bischof.
Mit dem Bischof auf der Baustelle


Bei dem japanischen Priester in der Mitte handelt es sich möglicherweise um Pater Fukahori. Zu seiner Rechten der hl. Maximilian.


Vermutlich nach einer Primiz oder Priesterweihe bzw. Diakonatsweihe.



Mitbrüder des Heiligen bei einheimischen Katholiken

Donnerstag, 28. August 2014

Predigt über die Verfolgung der Kirche in China (Englisch)



Leider vergisst man das, was man nicht ständig in den Medien sieht, sehr schnell. Es bleibt jedoch weiterhin eine Tatsache, dass auch heute noch die katholische Kirche in China verfolgt und in den Untergrund gezwungen wird, und das bereits seit über einem halben Jahrhundert, vollkommen vergessen von der Welt und wohl auch von den meisten Katholiken. Hier eine eindringliche Predigt zu dem Thema.

Dienstag, 26. August 2014

Ein altes Zeugnis über den heiligen Maronitenmönch Nimatullah al-Hardini

St. Nimatullah al-Hardini O.L.M. (18081858)

(…) Wir haben uns mit den Mönchen von Kesifane [Kfifane], von Maifuk und Kuzhaia [Quzhaya] über das Leben des Dieners Gottes, Naamet-Allah [Nimatullah], unterhalten; von Allen ward er uns als ein wahres Muster der christlichen Vollkommenheit beschrieben. Sie konnten nicht genug von seiner Armut, seinen Strengheiten, seinem Gehorsam, seiner Einfachheit erzählen, nicht genug rühmen, wie er die Ordensregeln mit der größten Sorgfalt und Pünktlichkeit beobachtet habe; da erlaubte ich mir die Frage: „Hat er viel gearbeitet für das Seelenheil seiner Landsleute? Hat er sich bemüht, die klösterliche Zucht im ganzen Gebiet seines Ordens wieder zur ursprünglichen Strenge zurückzuführen?“ Diese Fragen erregten Erstaunen und schienen Dinge zu berühren, die außerhalb ihres Gedankenkreises lagen. Doch erinnerte man sich, dass der heilige Mann als Novizenmeister vom Seeleneifer und von den apostolischen Arbeiten der europäischen Missionäre viel gesprochen, und dass er als Mudabber, d. h. als Mitglied des Verwaltungsrats seines Ordens, den Versuch gemacht habe, die alte Ordensregel wieder zur Geltung zu bringen.(...)


(Aus: die katholischen Missionen, 1877)