Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Freitag, 29. August 2014

Bilder: der heilige Maximilian Kolbe in Japan

Zwischen 1930 und 1935 hat Maximilian Kolbe in Japan ein ansehnliches Apostolat mit einer Kloster- und Seminargründung in Nagasaki sowie der Gründung einer japanischen Zeitung entfaltet. Nachfolgend einige Fotos aus dieser Zeit. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an Frater Marcin Góral vom Institut St. Philipp Neri in Berlin für die Bilder.



Mit einigen japanischen und europäischen Klerikern. Der japanische Bischof ist Msgr. Yanuario Hayasaka, der erste japanische Bischof und damals der Ordinarius von Nagasaki. Maximilian Kolbe steht hinter dem europäischen Bischof.
Mit dem Bischof auf der Baustelle


Bei dem japanischen Priester in der Mitte handelt es sich möglicherweise um Pater Fukahori. Zu seiner Rechten der hl. Maximilian.


Vermutlich nach einer Primiz oder Priesterweihe bzw. Diakonatsweihe.



Mitbrüder des Heiligen bei einheimischen Katholiken

Donnerstag, 28. August 2014

Predigt über die Verfolgung der Kirche in China (Englisch)



Leider vergisst man das, was man nicht ständig in den Medien sieht, sehr schnell. Es bleibt jedoch weiterhin eine Tatsache, dass auch heute noch die katholische Kirche in China verfolgt und in den Untergrund gezwungen wird, und das bereits seit über einem halben Jahrhundert, vollkommen vergessen von der Welt und wohl auch von den meisten Katholiken. Hier eine eindringliche Predigt zu dem Thema.

Dienstag, 26. August 2014

Ein altes Zeugnis über den heiligen Maronitenmönch Nimatullah al-Hardini

St. Nimatullah al-Hardini O.L.M. (18081858)

(…) Wir haben uns mit den Mönchen von Kesifane [Kfifane], von Maifuk und Kuzhaia [Quzhaya] über das Leben des Dieners Gottes, Naamet-Allah [Nimatullah], unterhalten; von Allen ward er uns als ein wahres Muster der christlichen Vollkommenheit beschrieben. Sie konnten nicht genug von seiner Armut, seinen Strengheiten, seinem Gehorsam, seiner Einfachheit erzählen, nicht genug rühmen, wie er die Ordensregeln mit der größten Sorgfalt und Pünktlichkeit beobachtet habe; da erlaubte ich mir die Frage: „Hat er viel gearbeitet für das Seelenheil seiner Landsleute? Hat er sich bemüht, die klösterliche Zucht im ganzen Gebiet seines Ordens wieder zur ursprünglichen Strenge zurückzuführen?“ Diese Fragen erregten Erstaunen und schienen Dinge zu berühren, die außerhalb ihres Gedankenkreises lagen. Doch erinnerte man sich, dass der heilige Mann als Novizenmeister vom Seeleneifer und von den apostolischen Arbeiten der europäischen Missionäre viel gesprochen, und dass er als Mudabber, d. h. als Mitglied des Verwaltungsrats seines Ordens, den Versuch gemacht habe, die alte Ordensregel wieder zur Geltung zu bringen.(...)


(Aus: die katholischen Missionen, 1877)

Montag, 25. August 2014

Große Missionsbischöfe: Ein ganzer Missionär – Msgr. Clemente Pagnani O.S.B. Silv., Bischof von Kandy (Sri Lanka)

  (Bild hier, zweite Reihe links)

Bald nach dem Erzbischof von Madras entschlief der Senior des Episkopats von Ceylon, Bischof Clemente Pagnani O.S.B. von Kandy. Er stammte aus Fabriano im ehemaligen Kirchenstaat, war früh bei den Silvestrinern, einem Zweige des Benediktinerordens, eingetreten und 1861 im Alter von 27 Jahren zu Colombo auf Ceylon gelandet. Nach 18-jähriger Tätigkeit als einfacher Missionär wurde er 1879 zum Apostol. Vikar von Colombo ernannt. Clemente Pagnani war ein ganzer Missionär, dem jede Selbstsucht fernlag und der nur eins kannte: das Heil der Seelen.

Schon bald nach seinem Amtsantritt sollte er dafür das glänzendste Beispiel geben. Er überließ den Patres Oblaten Colombo mit etwa 128.000 Katholiken und übernahm mit seinen Ordensbrüdern das neu errichtete Vikariat Kandy. Die ganze Herde belief sich auf etwa 8.000 mit 6 Priestern.

Dieses Opfer blieb nicht ohne Segen. Das bezeugen folgende Zahlen. Bei seinem Tod hinterließ er 28.000 Katholiken in 11 Haupt- und 17 Nebenstationen, die von 6 europäischen und 17 einheimischen Priestern verwaltet wurden. Die 18 Elementarschulen wurden von etwa 2.000 Kindern, die höhere Lehranstalt von 340 Schülern besucht. 34 Schwestern, wovon 9 einer vom Bischof gegründeten einheimischen Kongregation angehörten, teilten sich mit 65 Lehrerinnen und Lehrern in die Leitung der Schulen und Waisenanstalten.

Was Bischof Pagnani selber seiner Herde war, und wie diese ihn ehrte, schildern am besten die schlichten Worte, die P. Gaspard S.J. über den Verstorbenen schrieb: „Er war ein Muster der Hingabe. Sein Leben verfloss in engster Verbindung mit dem Volk. Da er die einheimischen Sprachen wie ein Eingeborener beherrschte, hing ihm das Volk mit Begeisterung an und nannte ihn nur den singhalesischen Bischof. Alle, die mit ihm zusammenkamen, bewunderten sein geraden offenen Sinn, seine ungekünstelte Einfachheit und seine staunenswerte Demut. 

Die charakteristische Tugend des Prälaten war die Liebe zur Armut, die er in Wahrheit wie eine Mutter schätzte. Überall trat sie zu Tag, und er übte sie, auch wenn sie die peinlichsten [d. h. schmerzlichsten] Wirkungen für ihn hatte. Durch diese Verachtung alles Irdischen gab er der Welt des Luxus eine große Lehre. Solche Bischöfe brauchen wir.

(Aus: die katholischen Missionen, 1912)

Sonntag, 24. August 2014

Gottes Segen des Missionärs Trost

Neulich brachten diese Blätter eine Illustrierung der von allen Theologen geteilten Ansicht, Gott wisse Mittel und Wege zu finden, um Heiden, die nach bestem Wissen und Willen handeln, zur Gnade zu verhelfen, müsste er selbst ein Wunder dazu wirken (siehe hier). Einen weiteren Beleg für diese tröstliche Wahrheit bieten zwei Tatsachen, die der Karmeliterpater Gereon aus Verapoly (Vorderindien) unter dem Titel „Gottes Segen des Missionärs Trost“ an die „Katholischen Missionen“ berichtet.

„Es war in den Monaten April und Mai des Jahres 1907“, schreibt der Missionär, „dass die Blattern in der Stadt Kottayam und Umgebung schrecklich wüteten. Viele Heiden und Christen fielen ihnen zum Opfer. Da gab es denn Arbeit in Hülle und Fülle für die Missionäre, und mehr als einer hat sich in der kurzen Zeit die Gesundheit für immer untergraben.

Ein treuer Gehilfe des Missionärs in der Umgegend von Kottayam war der Karmeliterbruder Rochus. Ohne Furcht vor Ansteckung pflegte er täglich die Spitäler und Häuser mit Blatternkranken zu besuchen und die Toten zu begraben. Zu Katholiken und Protestanten, Jakobiten (d. .h. Malankarisch-Orthodoxen) und Heiden drang er vor und ermahnte alle, sich auf den Tod vorzubereiten. Seine Arbeit ward oft mit auffallenden Bekehrungen belohnt.

Eines Tages besuchte er einen priesterlichen Freund, der ebenfalls an den Blattern darniederlag. Auf der Heimfahrt, die er auf einem kleinen Kahne machte, kam ihm plötzlich der Gedanke: ‚Du hast heute noch keine Seele bekehrt. Du solltest es doch in dieser Gegend versuchen.‘ Sofort lässt der Bruder den Kahn halten, steigt aus und nimmt seinen Weg durch einen großen Kokospalmgarten. Und siehe da, in der Ferne unter den Palmen erblickt er ein sonderbares Blätterdach, nur so weit über den Boden erhoben, dass ein Mensch darunterkriechen kann. Er geht hin und findet unter dem Dach ein heidnisches, von den Blattern ganz entstelltes Weib. Aber kaum hatte die Frau den Bruder bemerkt, als es wie ein Lächeln über ihr Antlitz ging. Mit der letzten Kraft hauchte sie: ‚Ich will katholisch werden, ich will getauft werden.‘ Zögern war hier nicht am Platz. Der Bruder unterrichtete sie in den wichtigsten Wahrheiten und taufte sie. Nach ein paar Stunden befand sich die Seele in der glückseligen Ewigkeit – War das alles Zufall?

Noch ein Beispiel von Gottes Fügung.

Es war am Karfreitag 1909 in Ernakulam (Verapoly). Eine Frau aus der Kaste der Palmbesteiger, die wir nicht kannten, begehrte schon lange nach der heiligen Taufe, aber es standen große Hindernisse von Seiten der Familie und der Kaste im Wege. Da sie durch Umgang mit katholischen Frauen ziemlich genau die Lehren des heiligen Glaubens kannte, sah sie klar die Notwendigkeit der heiligen Taufe ein und lebte somit in großer Angst um ihre ewige Seligkeit. Täglich flehte sie zur allerseligsten Jungfrau um die Gnade, sie doch nicht im Heidentum sterben zu lassen.

Die arme Frau wurde krank. Ohne Erfolg bat sie ihre Tochter, eine Heidin, doch einen katholischen Priester zu rufen. Die junge Heidin blieb den innigen Bitten ihrer Mutter gegenüber gefühllos. Was tun? Sie konnte nicht aufstehen und zum Missionär gehen, noch hatte sie jemand anders zur Hand als ihre Tochter, der ihren Wunsch hätte erfüllen wollen. Sie probierte nun das letzte Mittel, das ihr zu Gebote stand. Ihre Kräfte zusammenraffend, rief sie mit lauter Stimme, damit man es draußen auf der Straße hören könnte. ‚Ich will Christin werden! Ich will Christin werden!‘ Einige Katholiken hörten die verzweifelten Rufe und eilten zum Karmeliterkloster. Ein Pater machte sich schnell auf den Weg zur kranken Frau. Nach Art der Katholiken empfing sie den Missionär mit dem Gruß: ‚Gelobt sei Jesus Christus‘ und bat innig, sie doch sofort in die Kirche aufnehmen zu wollen. Dieser fand, dass eine lange Vorbereitung hier unnötig sei. Zwar widersetzte sich die Tochter energisch dem Wunsch der Mutter; aber diese hörte nicht auf das Flehen ihres Kindes. Mit inniger Andacht empfing sie das heilige Sakrament, und sie pries Gott, dass er ihr durch die Krankheit zum höchsten Glück verholfen habe.
„Wahrhaftig, Gottes Segen des Missionärs Trost!“

(Aus: die katholischen Missionen, 1912)

Mittwoch, 20. August 2014

Zum 100. Todestag des hl. Pius X.



Hier alle Posts, die sich um Papst Pius X. und seinen Einsatz für die Missionen drehen.


heiliger Papst Pius X., bitte für uns und für die Missionen!

Dienstag, 19. August 2014

Zum Fest: der letzte Wille des hl. Ezequiel Moreno Díaz




Es leben Jesus und Maria!
Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.

Ich, Frater Ezequiel Moreno Díaz, aus dem Orden der unbeschuhten Augustiner-Eremiten unseres heiligen Vaters St. Augustinus, Bischof (an diesem Datum) von Pasto, glaube und bekenne alles, was unsere heilige Mutter, die katholische Kirche, als von Gott geoffenbart vorstellt, sei es durch feierliche Verkündigung oder durch ihr allgemeines ordentliches Lehramt.
Ich glaube und bekenne alle apostolischen und kirchlichen Traditionen, die heilige Schrift in dem Sinne, wie sie die heilige katholische Kirche auslegt und jeden einzelnen Satz, der von den ökumenischen Konzilien, besonders vom Konzil von Trient und vom [ersten] Vatikanischen Konzil definiert und verkündet wurde, und insbesondere das oberste und unfehlbare Lehramt des Papstes, den ich als Statthalter Christi auf Erden und Hirt und Lehrer der gesamten katholischen Kirche anerkenne.

Ich verurteile alle Irrtümer, seien es die durch die ökumenischen Konzilien oder die durch die Päpste verurteilten Irrtümer, insbesondere jene Irrtümer, die unter dem Namen des Liberalismus zusammengefasst werden und alle, die im Syllabus aufgeführt sind.

Ich mache kein Testament, da ich Ordensmann bin und nichts besitze. Dennoch möchte ich einige Anweisungen geben, damit Klarheit für den besteht, der nach meinem Tod meine Angelegenheiten regeln muss. Diese Klarheit soll aus den folgenden zwei Prinzipien hervorgehen, die allgemein von allen Theologen und Kirchenrechtlern anerkannt werden:

1. Was ein Ordensmann erwirbt, gehört seinem Kloster oder seinem Orden.
2. Was er erwirbt, nachdem er zum Bischof präkonisiert wurde, gehört seinem Sprengel.
Alles, was ich bis zum Punkt elf angebe, wurde mir direkt vor meinem Amtsantritt gegeben und nur deswegen, weil ich dieses Amt antreten würde (es folgt eine Aufzählung der Dinge, die er hatte, bevor er nach Pasto kam).

(…) Ich habe zwei arme jüngere Schwestern. Ich habe sie während meiner Zeit als Bischof in Pasto nicht unterstützt, da ich nichts hatte, um sie zu unterstützen. Ich habe alles Geld den Armen vor Ort gegeben, außer das, was ich für das Essen benötigte sowie für ein wenig Kleidung, da ich bereits einige Kleidung aus Bogotá mitgebracht hatte.

In dem Dokument, das diesem beigefügt ist, habe ich einige Notizen gemacht, die meinem „Anweisungen“ beigefügt werden können, wie man sich gegenüber den Liberalen zu verhalten hat.
Ich bekenne erneut, dass der Liberalismus eine Sünde ist, ein schrecklicher Gegner der Kirche und des Königreichs Jesu Christi und der Ruin der Völker und Nationen. Da ich dies auch noch nach meinem Tod lehren möchte, wünsche ich, dass in dem Zimmer, wo meine Leiche aufgebahrt wird, und in der Kirche während der Exequien ein großes Schild aufgestellt wird, das jeder sehen kann und auf dem steht: „Der Liberalismus ist eine Sünde. Dies steht hier, um dem Wunsch des verstorbenen Bischofs nachzukommen.“

Ich wünsche und bitte, dass man mich in meinem heiligen Ordenskleid als Sohn unseres heiligen Vaters St. Augustinus in der Sakramentskapelle der Kathedrale bestattet. Alles Weitere soll gemäß dem, was die Kirche im Pontifikale für das Begräbnis eines Bischofs vorschreibt, durchgeführt werden. Ich habe nichts gegen diese Feierlichkeit einzuwenden, da sie von der Kirche so angeordnet wird.

Ich bitte um Verzeihung für meine Fehler bei der Ausübung meines Amtes, zunächst bei Gott, zweitens bei meinem geliebten Klerus und drittens bei allen Gläubigen der Diözese und bei allen, die ich in meinem Leben beleidigt habe oder denen ich irgendwie geschadet habe, sei es durch Tat oder durch Unterlassung. Alle bitte ich darum, für meine arme Seele zu Gott zu flehen.

Ich schließe, indem ich sage, dass ich mit dem großen Schmerz ins Grab steige, sehen zu müssen, dass man versucht, Pasto zu entkatholisieren. Ich habe vor diesem Übel gewarnt, auch wenn ich deswegen leiden musste. Wenn ich in diesem Punkt etwas zu bereuen habe, dann ist es nur, dass ich nicht mehr gewarnt habe. Der Glaube geht nach und nach verloren: Der Liberalismus hat das Unaussprechliche erreicht…

Ich unterzeichne alles Obenstehende in Pasto am 6. Oktober 1905.
                                                                                 
                                                                      † FRATER EZEQUIEL

                                                                         Bischof von Pasto.