Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Samstag, 25. Oktober 2014

Großartiger eucharistischer Kongress in Mexiko


Die eucharistische Woche in der Hauptstadt Mexikos, 4 bis 10. Oktober 1924, kann Veranstaltungen ähnlicher Art in anderen Ländern würdig an die Seite treten. Unter südlicher Prachtentfaltung und mit einer Begeisterung, deren nur der bewegliche Südländer fähig ist, jubelte hier das wahre Mexiko, das von gottesfeindlichen Machthabern häufig so schwer vergewaltigte katholische Volk, seinem eucharistischen Heiland entgegen.

Ein Jahr lang bereiteten Ausschüsse in allen Bistümern die großen Tage vor. Alle Städte bis zu den kleinsten Dörflein herab hatten ihren eucharistischen Tag, um die Mittel für eine möglichst glänzende Veranstaltung zu sammeln. Die Hauptfeier fand naturgemäß in der Stadt Mexiko statt; aber das ganze Land feierte mit, und die Bischöfe der kleinen mittelamerikanischen Freistaaten bekundeten ihre Teilnahme durch Glückwunschschreiben und Entsendung von Vertretern.

Ein erhebendes Schauspiel leitete am 4. Oktober den Kongress ein. Von 6 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags pilgerten 100.000 Kinder zur Wallfahrtskirche U. L. F. von Guadalupe, dem Nationalheiligtum Mexikos und Mittelamerikas. Festlich geschmückt zogen die Kinderscharen unter Gesang in die Kirche, wo sie der hl. Messe beiwohnte und einer Predigt lauschten, um dann singend wieder heimzukehren, anderen Kinderscharen Platz machend. Auch der 1. Kongresstag, der 5 Oktober, war ein Tag der Kinder, die in ihren Pfarrkirchen zum Tische des Herrn schritten. Am Nachmittag wurde sodann der Kongress in Gegenwart von 25 Bischöfen, von Vertretern der Kapitel aller Bistümer und der katholischen Verbände unter ungeheurem Andrang des Volkes in der Kathedrale von Mexiko feierlich eröffnet. Es fand zunächst die Segnung der goldenen, im Schmuck der Edelsteine prangenden „Sühnemonstranz“ statt, zu deren Kosten ganz Mexiko begeistert beigesteuert hatte. In ihr wurde während der Woche das Allerheiligste Tag und Nacht zur Verehrung ausgesetzt. 

Die Feier eines jeden Tages eröffnete ein Pontifikalamt unter Assistenz aller übrigen Bischöfe. Am Montag huldigten die Arbeiter ihrem Heiland. Am Dienstag waren es die mittleren und höheren Stände, wobei im Hochamt ein Riesenchor von 4000 Kindern die Choralmesse sang. Am Nachmittag versammelten sich die Priester, desgleichen die Frauenbünde zu wichtigen Beratungen. In der ersten öffentlichen Generalversammlung am Abend lauschten im Narcissustheater 10.000 Personen den feurigen Ansprachen und kirchenmusikalischen Darbietungen und empfingen am Schluss von dem in der Mitte des Raumes aufgeschlagenen Altar aus den eucharistischen Segen. Nachdem am Mittwoch die Drittordensmitglieder und am Donnerstag die Frauen dem Heiland gehuldigt hatten, folgte am Donnerstagabend die zweite öffentliche Versammlung. Hier wurde unter begeisterter Zustimmung die Bitte um die Seligsprechung Pius X., des Papstes der hl. Eucharistie, zum Beschluss erhoben. In der Nacht auf den Freitag hielten die Bischöfe und Priester die Ehrenwache vor dem Allerheiligsten. Am Freitag den 10. Oktober kam nach der Generalkommunion verschiedener Vereine unter großen Feierlichkeiten der Kongress zum Abschluss.

Die mächtige Glaubenskundgebung hat wieder gezeigt, dass das mexikanische Volk im Herzen gut katholisch ist. Sollte es ihm nicht auch gelingen, die Gewaltherrschaft der Christenfeinde zu stürzen und in der Schule wie im öffentlichen Leben die Religion Christi zur Geltung zu bringen?

(Aus: die katholischen Missionen, 1924)

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ein Hoch auf die Missionsschwestern

Die Schwestern von Molokai mit den aussätzigen Mädchen (die hl. Marianne Cope ist wohl die erste Schwester von links)

Die Missionsschwester ist die helfende Liebe im Dienste der Mission. Überall, wo erbarmende, tröstende und unterweisende Liebe auf dem Missionsfeld notwendig ist, da ist auch der Platz der katholischen Missionsschwester. Sie ist der Engel der Barmherzigkeit, der helfend und tröstend in die Not und das Elend der Heidenwelt hinabsteigt. Sie ist der Engel der guten, frohen Botschaft, der Erlösung und Heil dem geknechteten Frauengeschlecht in den Heidenländern verkündet. Sie ist der lichte Engel der Reinheit, der rettend und aufrichtend durch die Nacht und den Sumpf des Heidentums schreitet. In der katholischen Missionsschwester schaut und bewundert die Welt die Majestät der christlichen Liebe.
Das harte Missionskreuz, von zarten Frauenhänden getragen, der schwere Missionskampf, von starken Frauenseelen geführt, das große Missionsopfer, von heldenmütigen Frauenherzen gebracht – das ist Heldentum, das nur in der Weltmission der katholischen Kirche zu sehen ist. Die Missionsschwester ist die zarte, duftende Blüte des katholischen Weltapostelwerkes.


(Aus: P. Robert Streit O.M.I.: Die Weltmission der katholischen Kirche. Zahlen und Zeichen auf Grund der Vatikan. Missionsaausstellung 1925, Verlag der Oblaten, Hünfeld, 1928)

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Ein herzliches Vergelt's Gott...

...an dieser Stelle an Galahad bei Gloria TV für die zahlreichen Links auf mein Blog, seitdem hat meine Leserzahl deutlich zugenommen!

Montag, 20. Oktober 2014

Papst Pius' XI. Programm in einem Satz


„Unser Vorgänger ist der Missionspapst genannt worden; Wir wollen es noch mehr werden.“ 

(Aus: die katholischen Missionen, 1925)




Sonntag, 19. Oktober 2014

Der frühe Film im Dienst der Mission


Auf der Studenten-Missionstagung in Dayton wurde ein Film von mehreren Tausend Fuß Länge vorgeführt, der das Leben und Treiben der eingeborenen Christen von Uganda und das Wirken der Missionare zeigte. (Amerikanisches Familienblatt 1921, 250.) Es wird ferner gemeldet, dass von einer amerikanischen Gesellschaft Filmaufnahmen in den afrikanischen Missionen gemacht wurden, und zwar auf den Missionsfeldern der Weißen Väter, der Missionare von Mill-Hill und der Väter vom Heiligen Geist.


(Aus: die katholischen Missionen, 1922)

Freitag, 17. Oktober 2014

Wer ist für die Sioux der „Groß-Angreifer“?

Das Schloss des „Groß-Angreifers“ (Quelle)

Kein geringerer als Franz Xaver, der diesen Namen wohl verdient. Da die Sioux anscheinend alles Fremde irgendwie in ihre Sprache zu übersetzen pflegten, erhielt der größte Missionar der Neuzeit den Namen „Watekpeya Tanka“ (der „Groß-Angreifer“). So war auch die Sioux-Ausgabe eines Bildbands überschrieben, der 1922 in vielen verschiedenen Sprachen erschien. 
Schön erklärte mit dessen Hilfe der Katechist Alex einigen jungen Männern den Seeleneifer des hl. Franz Xaver: „Schaut auf Xavers Schloss; großmächtig, reich – und das hat Watekpeya Tanka (der Groß-Angreifer) alles dran gegeben, um in die große Welt zu gehen und Seelen zu retten. Seht, er sucht Seelen, lehrt sie die Lehren des Heilandes und baut seine Kirche auf!“…


(Quelle: die katholischen Missionen, 1925)

Dienstag, 14. Oktober 2014

„Tugendpreis“ der französischen Akademie für Missionsschwester

Medaille von Montyon (Quelle: Roi.dagobert)

Wohltuend berührt der Verfolgung der Orden gegenüber die Nachricht, dass die Französische Akademie den Tugendpreis Montyon [„Prix de vertu“] im Wert von 3000 Fr. einer Missionsschwester zuerkannt hat. Es ist die beinahe siebzigjährige Schwester St. Karl aus der Genossenschaft der Unbefleckten Empfängnis von Castres, die sich seit 1860 in Französisch-Kongo im Dienst der Mission opfert. Mit großer Willenskraft schuf sie, obwohl fast aller Mittel bar, ein Spital, ein Aussätzigenheim und eine Armenapotheke. Die Zeit, welche sie von der Pflege der Schwarzen und der europäischen Matrosen im Spital erübrigte, benutzte sie, um die ärmsten und verlassensten unter den Eingeborenen aufzusuchen. Als ein geheimnisvolles Wesen war „die weiße Frau“ im ganzen Land mit religiöser Scheu geachtet und geliebt.


(Aus: die katholischen Missionen, 1904)